Vita
Lutz Heidlindemann - GuitarDoc
"Das Kaufmännische mit dem Musikalischen und dem Handwerklichen verbinden."
Lutz Heidlindemann, vielen besser bekannt als der GuitarDoc, hat im Sommer 2001 seine neue geschäftliche Residenz an der Spree bezogen - unmittelbar am Wasser liegen seine neuen Geschäfts- und Werkstatträume. Hier wird er bleiben: "Hier bin ich und hier bleibe ich!" Denn die Räumlichkeiten sind, weil kundenfreundlich, bestens geeignet und kommen so den Wünschen von Lutz Heidlindemann entgegen, als kompetenter Dienstleister in entsprechender Umgebung wahrgenommen zu werden.
Lange Jahre widmet Lutz Heidlindemann sich nun bereits elektrischen und akustischen jeglicher Couleur - zu Anfang noch auf der Bühne als und Bassist. Als seinerzeit aber eine Entscheidung zwischen einer Musikproduktion und der Möglichkeit eines Instrumentenbauerpraktikums Aachen anstand, fiel diese kurzerhand zugunsten des letzteren aus. Von seiner Arbeit als Musiker nahm Heidlindemann ohne Reue Abschied, um sich voll und ganz dem Handwerk zu verschreiben.
Auf sein gleichzeitiges Engagement im Musikalienhandel - dessen Wurzeln ebenfalls während seiner Musikerzeit gelegt wurden - folgte eine Periode, in denen die Fertigung edler elektrischer Bässe auf dem Programm stand. Mehrmonatige Aufenthalte in einschlägigen Instrumentenwerkstätten in den USA und Neuseeland schlossen sich an. In Folge dieser Kontakte ergab sich die Option, im Anschluß in Berlin eine eigene Werkstatt aufzumachen - zunächst an ein Musikgeschäft gebunden. Fünf Jahre, die wie er selbst sagt "die Lehrzeit des GuitarDoc" darstellten: Jahre, in denen er "jedes Instrument auf dem Markt in der Hand hatte". Für alle auftretenden Probleme hat er die optimale Lösung parat.
Nach einem einjährigen "Zwischenspiel" als Mitbegründer der Werkstattgemeinschaft des "X-Tended Musician Service" erschien es folgerichtig, sich in eigenen Räumen selbständig zu machen. Den speziellen Anforderungen und individuellen Abläufen einer Gitarrenwerkstatt konnte so besser Rechnung getragen werden. Die "Zeit des Loft" - auch bei dieser legendären Dachgeschoßwerkstatt sind es wieder die obligatorischen fünf Jahre - ermöglichte ihm in allen Bereichen eine fachliche Vertiefung und Vervollkommnung.
Der hervorragende Ruf des GuitarDoc in Profikreisen kann nun im neuen Areal an der Spree systematisch ausgebaut werden:
"Ich habe da die Möglichkeit gesehen, den Handel, also das Kaufmännische - das ich ja auch immer gemacht habe - mit dem Handwerklichen stärker zu verbinden. Und bis heute - ich mache den Job jetzt fast 15 Jahre - ist das für mich immer noch das Optimale. Auch der Bereich Internet wird jetzt erweitert, damit die Wirkung nach außen hin dem Image gerecht wird. Das ist ja ebenfalls eine kaufmännische und eine Organisationssache. - Nach Interesse mischen zu können, darin besteht das Geniale."
Schwerpunkte der Arbeit an der Spree sind - neben dem Handel mit "Instrumenten für Kenner" - auch Reparatur und Service:
"Die Werkbank, die tägliche Reparatur ernährt mich. So sind keine Kompromisse notwendig. Den Handel mit Gibson und Epiphone will ich auf jeden Fall weiter vorantreiben, stärker gewichten." Und was das Bauen von Instrumenten angeht, da wird momentan noch nichts verraten: mal gucken, wie es weitergeht. Nachfragen sind genug da - und spezielle Instrumente nach Kundenwunsch individuell anzufertigen, ist gar kein Problem."
Seit 1996 stellt Lutz Heidlindemann in Zusammenarbeit mit anderen Gitarrenbauern erfolgreich die mitlerweile über Berlin weit hinaus bekannten LuK Gitarren und Bässe her. Unter seiner Federführung werden in Deutschland handgefertigte E-Gitarren und Basslinien hergestellt. Seit 1997 wird auch eine LuK-Tonabnehmerlinie angeboten. "In diese Instrumente sind alle Erfahrungen aus10 Jahren Reparaturhandwerk geflossen. Der Schritt eigene Gitarren und Bässe herzustellen war nur allzu logisch. Ich will die Welt nicht neu erfinden aber bei sorgfältiger und präziser Verarbeitung der besten Materialien entstehen Klassiker von höchster Qualität, die auf die Wünsche meiner Kunden abgestimmt werden können."
Ein Portrait von Carina Prange (Jazzdimensions)


